Das Rahmenwerk schreibt unter anderem vor, dass
- die Kartenprogramme (Card Schemes) den Marktzutritt von allen interessierten Parteien zu gleichen Bedingungen ermöglichen
- die Card Schemes die Trennung zwischen Lizenz- und Brand-Management und der eigentlichen Transaktionsverarbeitung gewährleisten
- die Chiptechnologie auf Basis des EMV-Standards (Nutzung von PIN und Chip) sowohl für Karten wie auch für Terminals eingesetzt wird, um Kartenmissbrauch vorzubeugen
- multilaterale Interchange-Vereinbarungen zwischen Issuer und Acquirer zur Entschädigung der Leistungen etabliert werden.
Die beiden grossen internationalen Card Schemes MasterCard und VISA setzen alles daran, SEPA-konforme Debitsysteme zu entwickeln und bereitzustellen. MasterCard adaptierte die SEPA-Vorgaben im bereits bestehenden Maestro-System und wird eine für den einheitlichen Euro-Zahlungsraum gültige Maestro-Lizenz mit den entsprechenden Systemregeln einführen. VISA hat mit V PAY seinerseits ein neues SEPA-weit gültiges Debitsystem geschaffen.
SEPA-Kartenzahlungen in der Schweiz
Obschon die SEPA-Anforderungen vorläufig nur für Euro-Transaktionen gelten und somit die Schweiz heute nur am Rande betroffen ist, kann sich der Finanzplatz Schweiz den Entwicklungen im SEPA nicht entziehen. Es ist für die Schweiz wichtig, die SEPA-Kompatibilität der nationalen Zahlungssysteme im Rahmen der SEPA-Roadmap sicherzustellen. Mit dem Wechsel auf Maestro als nationales Debitsystem sowie der bereits erfolgten Migration auf EMV haben die Schweizer Banken die besten Voraussetzung dafür geschaffen.
Weiterführende Informationen
SEPA Cards Framework, Version 2.1 
SEPA Cards Standardisation Volume, Version 3.1
Fragen & Antworten zu SEPA-Kartenzahlungen (in Englisch)
