Die 5-Punkte-Regel
Im Präsenzgeschäft, also immer dann, wenn der Kunden persönlich am Verkaufspunkt anwesend ist, kann das Risiko stark vermindert werden, wenn Sie jede Kreditkarte nach der sogenannte 5-Punkte-Regel prüfen: Gültigkeit, Echtheit und korrekte Prägung der Karte, vollständig ausgefüllter Beleg mit einer Unterschrift, die mit der Unterschrift auf der Kreditkarte übereinstimmt.
Bei der Abrechnung über ein elektronisches Terminal muss zwingend überprüft werden, ob die letzten vier Stellen der Kartennummer auf dem Beleg und der Karte übereinstimmen.
Halten Sie die Augen offen
Verlassen Sie sich aber nicht nur auf die 5-Punkte-Regel. Halten Sie auch immer ein wachsames Auge auf Kunden, die Sie nicht kennen und die sich auffällig benehmen. Laut Urs von Arx, Geschäftsleiter von Bucherer Uhren & Bijouterie in Basel (Artikel Schlechte Karten für Betrüger in unserem Kundenmagazin accept 04/03) verraten sich solche Kunden häufig gleich selbst durch ihr Verhalten: Sie sind unsicher und schauen unruhig umher, lassen sich nicht beraten, erscheinen mit einer umfangreichen, vorbereiteten Einkaufsliste und passen oftmals überhaupt nicht zu den Produkten, die sie kaufen wollen.
Sicherheit auf Distanz
Ist der Kunde beim Bezahlen nicht persönlich vor Ort, kann also weder die Kreditkarte geprüft noch das Verhalten des Kunden beobachtet werden, erhält Sicherheit eine zusätzliche Dimension. Das ist zum einen bei einer telefonischen oder schriftlichen Bestellung per Fax oder Bestellschein, der sogenannten Mail-/Phone-Order der Fall. Hier sollten Ihre Alarmglocken vor allem dann läuten, wenn bei Ihnen eine Bestellung von einem Ihnen unbekannten Kunden aus einem Land eintrifft, mit dem Sie üblicherweise keine Geschäftsbeziehungen tätigen.
Sicherer E-Commerce
Mit Secure E-Commerce wird die Sicherheit bei Zahlungen im Internet dank den Verfahren MasterCard SecureCode und Verified by Visa erheblich erhöht. Die Kreditkarten-Daten werden nicht nur mit einer sicheren SSL-Verschlüsselung übertragen. Für eine erfolgreiche Transaktion muss ein Karteninhaber seinen Einkauf auch mit einem persönlichen Passwort quittieren. Das Passwort, das ihn während des Kaufsprozesses eindeutig identifiziert, erhält er von seiner kartenherausgebenden Bank und ist nur ihm allein bekannt. Das Risiko für einen Kartenmissbrauch im Internet ist damit selbst dann minimal, wenn die Karte gestohlen wird.